Klein aber fein: Der Raspberry Pi

Der Raspberry Pi ist ein sogenannter Einplatinencomputer im Scheckkartenformat. Neben der grundlegenden Hardware (Prozessor, Arbeitsspeicher,Mainboard) verfügt er über diverse interne Anschlüsse (USB, Ethernet, HDMI, Audio,). Als Festplatte kommt eine SD Karte zum Einsatz, als Betriebssystem wird das auf Debian basierende Raspbian empfohlen, es ist jedoch durchaus möglich auch andere Betriebssysteme auf einem Raspberry Pi zu nutzen. Zu haben ist der Raspberry Pi für etwa 30 Euro.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Ursprünglich war der Mini Computer dafür gedacht, Kindern einen Bezug zu Technik und dem Programmieren beizubringen. Seit der erste Raspberry Pi im Jahr 2012 auf den Markt kam, sind weitere Modelle gefolgt. Je nach Modell variieren die zur Verfügung stehenden Komponenten. Die Einsatzmöglichkeiten des Raspberry Pi sind äußerst vielfältig. Oftmals wird er als Medienserver, Steuerungselement oder Entwicklungsboard eingesetzt. Das Erlernen neuer Computerkenntnisse ist durchaus Teil des Gesamtkonzepts. So lassen sich neben prädestinierten Anwendungen auch teilweise sehr komplexe, anspruchsvolle Projekte mit dem RP umsetzen. Im Netz gibt es unzählige Informationen zum Raspberry Pi und dessen Einsatzmöglichkeiten. Nachfolgend sollen einige spannende Beispiele aufgelistet werden, am besten man schaut sich im Netz einfach selber mal um.

  • Raspberry Pi Mailserver
    Um seine Emails selber zu verwalten und zu hosten bietet sich der Raspberry Pi geradezu prädestiniert an. Mit der Open-Source Software Citadel behält man in jedem Fall die Datenhoheit über seine Mails.
  • Raspberry Pi VPN Server
    VPN bietet in den unsicheren Gewässern des öffentlichen Internets einen sicheren Hafen. Mittels Pi VPN oder OpenVPN lässt sich der Raspberry in wenigen Schritten zum vollwertigen VPN Server umbauen.
  • Raspberry Pi als Cloud
    Der Raspberry Pi in Kombination mit ownCloud macht den Pi zu einer All-in-One-Cloud-Lösung. So kann auch von unterwegs aus, beispielsweise mit dem Smartphone auf dort hinterlegte Daten zugegriffen werden.
  • Raspberry Pi als Retro Spielekonsole
    Mit dem Retropie-Projekt lässt sich eine Distribution auf den Raspberry spielen, der die wichtigsten Gaming-Systeme der 80er und 90er Jahren zur Verfügung stellt. So lässt sich der Raspberry im Handumdrehen zur Retro Spielekonsole verwandeln auf denen Klassiker für NES, Super NES, MegaDrive, Amiga und viele andere gezockt werden können.

Weiterhin gibt es zahlreiche Zusatzkomponenten wie Kamera Module, nachrüstbare WLAN-Adapter, diverse Boards und Platinen oder Gehäuse für den Raspberry Pi mit denen sich die Einsatzmöglichkeiten noch einmal erweitern lassen. Letztlich ist der Raspberry Pi jedoch auch eine gute Möglichkeit sich selber das Programmieren bei zu bringen und eigene experimentelle Projekte zu starten.

Was wird für den Start benötigt?

Zunächst natürlich das Raspberry Modell selber, derzeit gibt es sechs unterschiedliche Modelle, das neuste und leistungsstärkste ist der Raspberry Pi3. Weiterhin wird wie bereits erwähnt eine SD Karte benötigt, welche als Festplatte dient. Weiterhin muss ein microUSB Kabel mit Netzteil (mindestens 1000mA) für die Stromversorgung zur Verfügung stehen. Alternativ kann man auch auf einen Raspberry Pi Startkits zurückgreifen, neben den obligatorischem Zubehör liegen hier auch noch weitere Komponenten zum basteln bei. Wer sich mit dem Raspberry Pi beschäftigen will findet im Internet mehr als genug Tipps, Tricks und Anleitungen.

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