Was bringt die Cloud? Wie nachhaltig sind Daten gesichert?

Weltweit und 24 Stunden pro Tag Zugriff auf sämtliche Daten. Die Cloud macht es möglich. Doch was steckt dahinter? Sind USB-Sticks und externe Festplatten schon „outdated“ oder gibt es noch immer Gründe vor einen Umzug in eines der Cloud-Netzwerke zu zögern?

Im Grunde genommen, gibt es das Cloud-Computing quasi schon seitdem es das Internet gibt. Ein E-Mail-Account, auf dem Sie einen Eingang, Ausgang und Entwurf-Ordner pflegen, ist nichts anderes als eine Daten-Cloud im Internet. Nur wurde Sie früher noch nicht so benannt. Was man heute als „Cloud“ versteht sind eher die großen Datensätze, die die Speicherkapazität eines jeden E-Mail-Postfaches sprengen würden. Es stellt sich also eher die Frage, wofür man Daten-Clouds nutzen möchte. An diesem Punkt ist es schwer etwas gegen den großen Vorteil der Datenwolke zu sagen, denn sie ist unschlagbar praktisch. Spontan Urlaubsfotos zeigen auf dem Tablet, die persönliche Musikdatenbank auf dem iPhone abrufen oder den Notizzettel, der sonst in irgendeiner Tasche verloren gegangen wäre, einfach im Internet speichern.

Datenschutz

Mittlerweile sind auch Back-Ups der kompletten Daten ihres Laptops per Cloud-Computing möglich. So sind Daten auch während einer langen Geschäftsreise schützbar. Aber genau wegen diesen Höhenflügen des technisch Machbaren, gibt es Gründe auch konservativ zu bleiben. Überaus sensible, persönliche und wichtige Daten werden einem Anbieter anvertraut, den man nicht kennt. Auch wenn klar gesagt wird, dass die Daten geschützt werden und es allein dem Eigentümer der Daten vorbehalten ist, auf diese zu zugreifen, gibt es immer wieder Eingrenzungen dieses exklusiven Zugriffsrechts. Die Anbieter bewahren die Daten auf und sind für deren Sicherheit zuständig. So liegt das Argument nahe, dass Sie aus Sicherheitsgründen dann doch hin und wieder auf die Daten zugreifen müssen, sei es lediglich um simple Virenscans durchzuführen. Auf der anderen Seite ist das Cloud-Computing in diesem Ausmaß noch relativ neu und sowie ein E-Mail-Account Angriffsziel einer Hackerbande sein kann, können es auch die größeren Daten-Volumina im World Wide Web. Es hilft, sich ausgiebig mit dem Phänomen „ab in die Cloud“ auseinanderzusetzen, Angebote zu vergleichen und auch das Kleingedruckte zu lesen. Wer sich dann immer noch zu unsicher fühlt, kann die Cloud dennoch für Daten wie Musik und andere Unterhaltungsmedien nutzen. Es macht Sinn, bei der aktuellen Entwicklung immer auf dem neusten Stand zu sein und sie auf Webseiten zu verfolgen, die sich engagiert dem Thema widmen.

Datenverlust

Neben dem Datemschutz gibt es bei einigen Usern auch die Sorge des Datenverlustes. Schließlich ist man als User eines Cloud-Dienstes auf die Stabilität der Server eines ganz bestimmten Unternehemens angewiesen. Hier sollte man als Nutzer deutlich zwischen den großen bekannten Anbietern und einigen kleinen Nischen-Providern differenzieren, die (samt Daten) eher einmal „weg vom Fenster“ sein könnten.

Eigene Verantwortung

Behalten Sie immer im Hinterkopf, dass nur Sie einschätzen können, von welchem Vorteil die Datenspeicherung im Internet für Sie sein kann. Wenn Sie Vorbehalte haben und sich unsicher fühlen, sind Sie kein Modernisierungs-Verweigerer. Markt-Giganten wie das Unternehmen Google versuchen derweil mit Betriebssystemen, wie dem neuen Chrome OS, die ganze Cloud-Philosophie auf die Spitze zu treiben und mussten mit dem Projekt auch schon ein wenig zurückrudern. Ob diese Bewegung wirklich die Auflösung des gesamten lokal Gespeicherten zufolge hat oder nicht, wie bei jeder rasanten Entwicklung ist hier Vorsicht geboten und es ist angebracht kleine Schritte zu gehen. Kontoauszüge ihres Online-Bankings sollten beispielsweise nicht so einfach an einem Internet-Hotspot im Bahnhofs-Café per Wireless-Verbindung in die Dropbox gelegt werden.

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